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Themen | Grünler, Jutta | 09.02.2020
Zwischen Wunsch und Wettbewerb - Herausforderungen und Chancen der modernen Landwirtschaft
Ort: Weingärtnergenossenschaft Lauffen a.N., Im Brühl 48, Wengertersaal
Referent: Marco Eberle, Landesbauernverband in Baden-Württemberg e.V.,
Bereich Vermarktung und Produktion, Stuttgart
Veranstalter: Freie Wähler Lauffen a.N. e.V. mit Ortsbauernverband Lauffen
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Themen:
* Faktencheck zur Kritik am Pflanzenschutz, Leistungen des modernen Pflanzenschutzes
* Eckpunkte der Landesregierung zum Schutz der Insekten, Einordnung und Bewertung aus Sicht der Landwirtschaft
* Initiative Tierwohl - ein Erfolgsmodel der Wirtschaft. Nationale Nutztierstrategie - Mögliche Neuausrichtung der Tierhaltung in Deutschland.
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Unsere Umwelt: Welchen Beitrag leisten wir und wie unterstützen uns dabei Forschung und Technologie? Herzlich begrüßte Albrecht Rieß am 4. Februar im Wengertersaal der WG über 50 Gäste. Es freue die Veranstalter ein sehr aktuelles Thema zu präsentieren, welches seit Beginn der Planung dieses Abends immer stärker und auch kontrovers diskutiert wird.
Im informativen und gut besuchten Vortrag präsentierte Marco Eberle vom Landesbauernverband Eckdaten und deren Zusammenhänge mit Betriebsstrukturen, gesetzlichen Vorschriften, Flächenverbrauch und dem Konsumverhalten. Das Spannungsfeld zwischen Förderung von Biodiversität und Nachhaltigkeit gegenüber Markterfordernissen, Rentabilität und Ertragssicherung wurde deutlich.
Daten zur Welternährung zeigten den Rückgang der bebaubaren Ackerfläche pro Kopf der Bevölkerung bei einem Verlust von 5 ha/Tag. Außerdem sank von 1987 bis 2018 die Zahl der Betriebe von 112.000 auf 39.00 bei gleichzeitigem Anstieg der Betriebsgröße von 13 auf 36 ha. 5,7% des Lebensmittelumsatzes stammen aus ökologischer Landwirtschaft. Flächen mit ökologischer Bebauung (9,1% in DE, 14% in BW) erzielen einen geringeren Ertrag, z.B. bei Getreide 50%. Das bedeutet, dass weitere Reduzierung der Pflanzenschutzmittel mehr bebaute Ackerfläche erfordert.
Zukunftsfähige Landwirtschaft leistet einen hohen Beitrag zur Funktionsfähigkeit des ländlichen Raums und zur Erhaltung der Umwelt. Die Agrarwirtschaft bietet 11% der Arbeitsplätze. Aktuell werden 1/3 der landwirtschaftlichen Fläche mit reduziertem Pflanzenschutzmitteleinsatz und 1/4 vollständig ohne chemische Pflanzenschutzmittel bewirtschaftet. Bzgl. der Aspekte eines Pestizidverbots wurden differenzierte Vorschläge für Vereinbarungen insbesondere auch für Betriebe in Schutzgebieten vorgestellt. Zur Verbesserung des Verständnisses von geplanten Maßnahmen wurden Wissensvermittlung und Forschung sowie die Schaffung eines Dialogforums Landwirtschaft und Naturschutz genannt. Die Einbindung von Fachbehörden und Experten bei Zulassungs- und Anwendungsauflagen von Pflanzenschutzmitteln wird gefordert.
Bzgl. Tierhaltung wurde ein geplantes Tierwohlmonitoring zur Überwachung der Maßnahmenwirksamkeit vorgestellt. Ein Aufschlag von 6 Cent/Kilo Fleisch beim Verkaufspreis kommt bereits jetzt 24% der Schweine und 70% des Geflügels zu Gute. Für den geplanten Umbau der Tierhaltung nach Tierwohl-Label von konventionelle Stallhaltung nach gesetzlichen Standards (1) in Richtung mehr Platz (2), mehr Frischluftkontakt (3) bis hin zu Auslauf ins Freie und Bio (4) werden Kosten von 3-5 Mrd. €/Jahr geschätzt. Bei Wahrnehmung steigender gesellschaftlicher Verantwortung ist das Ziel der Kostenführerschaft nicht mehr möglich. Der Verbraucher kann sich nun bewusst entscheiden.
Die anschließende Diskussion zeigte an Beispielen die Auswirkungen bereits bestehender und angekündigter Maßnahmen bei der Umsetzung hier vor Ort. Erfahrungen zur Bedeutung von Schutzzonen aus der Düngemittelverordnung sowie zum Umgang mit biologischen bzw. natürlichen Pflanzenschutzmitteln wurden ausgetauscht. Auch bei lokalpolitischen Entscheidungen sei das Ziel einer nachhaltigen Landwirtschaft ein wichtiger Aspekt.
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